Diabetes und Mykosen

Prädisponierender Faktor Diabetes bei Mykosen der Haut: Fallberichte

© Piman Khrutmuang / AdobeStock

Autor: Dr. med. Viktor A. Czaika, Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Dermatologie und Venerologie

 

Der Diabetes mellitus ist weltweit eine der häufigsten und komplikationsträchtigsten Stoffwechselkrankheiten unserer Zeit. In Europa leiden etwa 10 Millionen Menschen an der Zuckerkrankheit. Im Gegensatz jedoch zu dem hohen und zunehmenden Stellen­wert, der kardiovaskulären, renalen und neurologischen Folgekrankheiten eingeräumt wird, erscheint die Problematik von Diabetes und Hauterkrankungen im Allgemeinen und von Diabetes und Pilzinfektionen im Speziellen selbst in den Leitlinien der Deut­schen Diabetes Gesellschaft (DDG) bislang unterrepräsentiert. Dabei sind bis 80% der Patienten mit Diabetes mellitus von Hautveränderungen betroffen. Insbesondere die Kolonisation und die Infektion durch humanpathogene Pilze werden durch die diabe­tische Stoffwechselerkrankung begünstigt.

Mykosen der Haut und der Schleimhäute treten beim Diabetiker vergleichsweise häu­figer und oft schwerer und großflächiger manifestiert auf. Die den Diabetes kenn­zeichnende zelluläre Immundefizienz, das oft höhere Lebensalter der Betroffenen, diabetische Neuropathie und Angiopathie sowie die zumeist bestehende Trockenheit und Vulnerabilität der Haut sind die wichtigsten Prädispositionen, die den potenziell folgenschweren Pilzinfektionen direkt oder indirekt Vorschub leisten können.

Die in diesem Zusammenhang wichtigsten Mykoseereger sind anthropophile Dermatophyten der Gattung Trichophyton und Epidermophyton sowie Hefepilze der Gattung Candida. Kutan isolierte Schimmelpilze, in aller Regel Aspergillus spp., sind nur selten klinisch relevant.

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Weitere Informationen finden Sie im Heft „Zoophile Mykosen – Fälle aus der Praxis“

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